Mehr Grün - weniger Parkplätze

 

An die Main-Post

Liebe Freunde der Redaktion,

ich hab mal nachgeschaut.  Damals hatten wir noch viel mehr Platz für Würzburg in unserer Zeitung. Inzwischen gibt’s unendlich viel, was man auch im Fernsehen geschaut hat und was so unsere Mediengrößen treiben und Unfälle und Untaten. Und damals hat man Leserbriefe abgedruckt, ich habs mal nachgezählt 135, 105, 164 Zeilen usw. Da konnte man wirklich rüberbringen, was man meinte. Ich habe den Verkehrsentwicklungsplan studiert, bin seit Anfang der 80er Jahre an diesem Thema, angespornt durch die Verkehrsverhältnisse an der Nordtangente und in Grombühl insgesamt. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich mal meine Leserbriefe von diesem Jahr anschauen.  Das war auch kein Larifari.

 

Es wäre schön, wenn Würzburg wieder der Mittelpunkt ihrer Berichterstattung wäre und nicht so Zeug wie Hönes, Petry oder wer grad Würmer oder Scheiße frisst. Ihr könntet Euch absetzen von dem Schmarrn, das die Bildmedien bieten.

„Mehr Platz für den Ringpark“  S. 21 1.April 2016

 

Ein Aprilscherz, dachte ich zunächst, als ich die ersten Zeilen las. Dann aber kamen so vernünftige Vorschläge, die aufhorchen lassen. Und ich schaute in meinen Leserbriefen des vorigen Jahrhunderts nach. Unzählige habe ich seitdem zu diesem Thema geschrieben.  Und da steht das alles drin. Aber so lange die „Autogerechte Stadt“ noch das Ziel ist, hat auch das Nachdenken keinen Wert. Ein paar Titel: MP 3.12.95 „Priorität für den ÖPNV“, 8,.9.96: „Strabatrasse auch für Busverkehr“, 6-92: „Gemeinsame Konzepte“, 6.12.2000: „Falsche Prognosen“, 6.3.91 „Auf dem richtigen Weg“, 7.2.98 : „Empfehlungen aus dem Weg gegangen.“ VB 25.8.90: „Belastung der Nordtangente wird unerträglich“:  Da steht’s drin und noch mehr.  Aber reden und schreiben hilft nichts.  Es muss gehandelt werden.  Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ob ich’s noch erlebe? Wichtig ist, dass man die Menschengerechte Stadt verwirklicht.

 

 

Bürger wollen weg von Autostädten” am Dienstag, 31.3.2015 im VB – S. 1

 

Ich traute meinen Augen nicht, als ich den Titel las: In Würzburg, der Autostadt traut man sich das zu veröffentlichen.  “82 % wollen nicht mehr in Auto-zentrierten Städten leben.”  Das sollten mal unsere Räte und Stadtplaner lesen.  Wenn man sich nach diesen Bürgern gerichtet hätte, dann brauchte man nicht mehr über ein Überdach über dem Glaskasten zu reden, die Kulturachse könnte frei sein für die Bürger und Gäste, der Kardinal Faulhaberplatz wäre ein Park mit Blumen und Bänken, die Ex-Mozartschule ein Eldorado der Stadtkultur,, die Düfte aus Cafe’s und Gaststätten vertrieben den Auspuffgestank und der ÖPNV wäre wieder pünktlich, kein Stau mehr und keine Verspätung,  es wäre wieder ein Genuss, durch die Straßen zu flanieren und einzukaufen, vor den Bistros, Eisdielen und Biergärten auszuruhen, einen Schoppen oder ein Bierchen zu schnutzeln, diese schöne Stadt zu genießen. Es wäre schön....

 

Ja, da kann man ins Schwärmen kommen, schon bei dem Gedanken: 82 % sind es jetzt.  Es müssen wohl 95 % werden, dass man in Würzburg aufwacht.

 

 

 

zu: den Beiträgen zum MOZ :  28.5.2015

 

Über das Monstrum der Strabag will ich gar nicht reden. Das kann nicht ernst gemeint sein. Ist sicher nur ein Popanz, neben dem sich eine abgemilderte Gräueltat als Kompromiss ergeben soll. Was mich an der ganzen Diskussion so schreckt.: Es wird von niemand an die durch eine Kommerzialisierung entstehende Verkehrssituation an diesem neuralgischen Verkehrsknoten gedacht. Dort fließt in großer Teil des innerstädti­schen Verkehrs vorbei.  Der ÖPNV ist derzeit an dieser Stelle kaum noch in der Lage, seine Aufgabe zu erfüllen.  Gäbe es  für eine vernünftige Verkehrspolitik den richtigen Rahmen, könnten, müssten doppelt so viele und mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen.  Dazu wächst die Einwohner­- und Besucherzahl enorm.  Letzte freie Flächen werden bebaut, auf dem Hubland entsteht ein neuer Stadtteil mit Menschen  Der Verkehr von dort wird nur über die Rottendorfer Straße in die Stadt rollen.  Die Luftverschmutzung nimmt zu, die Mess­werte werden verschleiert.  Die Erderwärmung tut ihres dazu.  Es gibt keinen vernünftigen Grund, auf dem Mozartareal das geplante Monstrum zu bauen, aber viele, es zu lassen.  Der wichtigste ist: nicht nur die Einwohner, sondern auch die Besucher sollen sich hier wohlfühlen, diese schöne Stadt genießen.  Und wäre es da nicht schön, auf dem heute als Parkplatz missbrauch­ten Kardinal Faul­haber- Platz eine Grünanlage mit bequemen Ruhebänken, Cafe und Snackbar nebenan und daneben unser schönes Angebot mit Kultur und Einkauf.  Das wäre ein Freifahrschein in eine gute Zukunft.

 

“Es geht um mehr als um Geld” MP/VB  27.6.2015  S. 21

 

 Christian Baumgart, hat absolut recht, wenn er feststellt, dass es um mehr geht als um Geld.” In seinen Kriterien zum Entscheid fehlen aber ein paar wichtige Argumente, die mit entscheidend sein sollten:

 

Der Verkehr, der an dieser Stelle schon grenzwertig ist, würde durch eine weitere Tiefgarage und künftigen aus dem Hubland kommenden Verkehr durch Abgase noch mehr belastet, so dass sicher die jetzt schon tangierten Grenzwerte überschritten würden. 

 

Der Fremdenverkehr, also der Besucher der sich an Würzburgs wieder hergestellten Zeugen einer städtebaulichen und kulturellen Vergangenheit erfreut und wie mir oft gesagt wird, Unverständnis äußert über so manche nicht gelungene Stadtbild-“Bereicherung”,  besucht uns nicht, wegen der paar Modernisierungsversuche , die gelungen sind.

 

Die “Alten” Würzburger, die nicht nur mal vorbei schauen, sondern gern in der Stadt bummeln gehen, vermissen Oasen der Ruhe, wo man ausruhen, sich unterhalten kann.  Ein grüner Fleck mit Bäumen, Blumen und Bänken auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz würde sicher auch dem von seiner Tour durchs alte Würzburg und die Ausstellungen und Archive im ehemaligen MOZ ermüdeten Besucher sehr gut tun. 

 

Die Stadt hat immer wieder von ihren Tafelsilber verkauft.  Der Erlös  war  schnell verbraucht.  Aber was weg ist, ist verloren, für immer.

 

           

 

zu: „VW –Skandal offenbart die Schwächen“ MP-VB 28.9.15  S. 3

 

Das ist nicht nur VW, das ist die gesamte Öffentlichkeit die am Pranger zu stehen hat. Niemand wird uns weismachen wollen, dass da nur ein paar Leute dran gedreht haben.  Wir oft wurde denn schon in den Medien behauptet, dass diese ganzen Abgaswerte nicht stimmen und wer einen Sprit­verbrauch mit dem Tacho verglichen hat, weiß auch, dass das stimmt.  Die Aufsichtsgremien haben das nicht nur gewusst, sondern auch gedeckt.  Diese Leute konnten sich ja ein Beispiel nehmen an den Regierungen und Parlamenten bis herunter zu den Gemeinden und ihren Räten.  Da werden selbst nur schlampig oder an falscher Stelle gemessene Abgaswerte und Feinstaubbelastungen zwar konstatiert, aber keinerlei Konsequenzen daraus gezogen.  Da sieht man z.B. in Würzburg, dass die Belastung durch den Individualverkehr ständig zunimmt, dass der ÖPNV seinen Dienst nur noch in äußerster Anspannung und kaum noch fahrplanmäßig verrichten kann, obwohl die Fahrer der Busse im Dauerstress stehen. Dem ungeachtet wird das Stadtgebiet immer weiter verdichtet, wird geplant, weiteren Verkehr in die Stadt zu ziehen.  Würde wirklich nach Vorschrift gehandelt, dann müsste wohl die Innenstadt, vielleicht der ganze Talkessel zumindest in den Schwerlastzeiten für den mot. Verkehr gesperrt werden. Es wäre ein Wunder, wenn dieser „Skandal“ auch Folgen zeitigte. 

 

Seit vielen Jahren, inzwischen Jahrzehnten,  versuche ich, inzwischen verzweifelt, gegen die unablässig fortschreitende Luftverschmutzung und ihre Ursachen anzuprangern. Dann und wann kommt auch etwas in der Öffentlichkeit an, aber nie werden Konsequenzen gezogen.  Mittlerweile erstickt unser Würzburg im Verkehr, inzwischen werden letzte freie Flächen  und  Luftschneisen bebaut. Noch immer wird die „Autogerechte Stadt“ verwirklicht, die Aufenthaltsqualität vermindert, anstatt den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.  Ich bin jetzt 87 und möchte zwar auch noch ein paar Jahre, wenns geht, hier leben, aber die jungen Leute, was steht denen bevor.  Deshalb im Anhang mein Leserbrief von 2005 und die meist vergeblichen von diesem Jahr – zu diesem Thema.

 

 

 

Zu: Umweltzone in der Innenstadt  MP/VB –3.7.2014 S. 1+ 27
Schon wieder einmal zeigt ein Gutachten, was alle Welt seit vielen Jahren weiß, wie es um unsere Luft in Würzburg steht. So kommt die Studie auch zu den Folgerungen, die daraus zu schließen sind und die sagen überhaupt nichts Neues.  Das alles wird seit über 20 Jahren von allen, die sich ernst­haft damit beschäftigen, vehement gefordert.  Gemacht wurde das Gegenteil.  Das krasseste Beispiel ist die Schnapsidee, die Zufahrt zur Markt-Tiefgarage durch die Martinstraße zu pressen und die eigentlich vorgesehene Kulturmeile ad absurdum zu führen.  Derweil fahren natürlich die vernünftigen TG-Nutzer gleich zur Zufahrt Karmelitenstraße, anstatt sich durch die halbe Innenstadt zu quälen.  Da gab es einmal einen teuren Verkehrsentwicklungsplan und unzählige gute Ansätze, aber man glaubt bis heute an die autogerechte Stadt, versiegelt und besiedelt jeden noch freien Raum, was noch mehr Verkehr anzieht und behandelt Parkplätze wie Heiligtümer.  Die Anlage von P+R-Plätzen, der absolute Vorrang für den ÖPNV, vor allem der Schiene, Tempo 30 für das ganze Stadtgebiet und die Innenstadt als Grüne Zone sind die sattsam bekannten Rezepte,  die in vielen Städten als überaus wirksam belegt sind.  Das Problem ist und bleibt der Verkehr.  Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass es dem neuen Stadtrat gelingt über die Schatten der Vergangen­heit zu springen und die Gesundheit der Bürger  in den Vordergrund zu stellen.

 


Alltag in Grombühl", vom 30. Juli 2005:
Na endlich wird wieder mal wahrgenommen, weswegen ich seit Jahren rede und schreibe und niemand hört zu. Und Pfarrer Treutlein und Pfarrer Roth, die Grombühler Runde, die auf einsamen Vorposten gegen Windmühlen kämpfende Patricia Schweikert versuchen zu
retten, was zu retten ist. Versprochen wurde schon vieles. Seit Januar 2002 liegen die von mir für die Grombühler Runde eingebrachten und in die Schubladen - oder den Reißwolf – verbann­ten Anträge vor, die ein wenig Erleichterung bringen könnten.
Immer wieder habe ich davor gewarnt, den Stadtteil zu einem Senioren- und Studentengetto verkommen zu lassen, die sozialen Aspekte und die Drogenszene sorgsam zu beobachten.
Nun soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Die hat aber nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn man nicht Schadensbegrenzung verfolgt, sondern die Ursachen anpackt: die Verkehrs­belastung, die Bebauung der letzten Grünflächen, den seit 15 Jahren versprochenen Verkehrs-
plan, die Nordtangente, die zwischen Ständerbühl und Greinbergknoten entlang der Bahn geführt und eingehaust werden müsste. Anstatt etwas Luft zu schaffen, sind weitere erheb­liche Verkehrsbelastungen zu erwarten: Mit der Schließung des Zinklesweges wird der Verkehr ziellos in die Straßen gepumpt. Für die geplanten "Arcaden" wurden ca. 6000 Fahr-
zeuge zusätzlich auf der Nordtangente prognostiziert. Die Parkplätze der Unikliniken erstrecken sich jetzt schon bis ins Herz von Grombühl.
In der Grombühl-/Auverastraße wurden im Luftschadensbericht 2000 rekordverdächtige 240 Prozent des Grenzwertes in der Rußbelastung gemessen. Die neuen Klinikbauten schneiden Grombühl ab von der Frischluftschneise aus dem Pleichachtal. Das ist nicht nebenbei zu lösen, höchstens zu verdrängen. Fangt endlich an. Es ist nicht kurz vor zwölf.
Es ist Mitternacht.

 

 Die Schonfrist war schon vor 15 Jahren vorbei.

 

Dass Würzburg nicht ganz an der Spitze der bayerischen Kommunen in der Schadstoffbelastung steht, ist nur dem Umstand zu verdanken, dass man die am schwersten belasteten Straßenzüge, Stadtring Nord / Grombühlstaße, Schweinfurterstraße, und Theaterstraße nicht mit einbezieht.   Dabei werden Abstand zur Bebauung und mittlere Bebauungshöhe gegenüber dem Stadtring Süd noch erschwerend hinzukommen.  Schon im Luftschadensbericht 2000 heißt es z.B.„Die Konzentrationswerte für Benzol, Russ und Stickstoffdioxid werden auf dem Stadtring Nord, Abschnitt Auvera/Grombühlstraße deutlich überschritten.  An diesem Streckenabschnitt wurde auch eine Überschreitung des Jahresmittels  von Stickstoffdioxid ....festgestellt. Ebenso eine Überschreitung bei Feinstaub. -  Es ist natürlich einfach den Problemen aus dem Weg zu gehen, indem man dort nicht misst.  Man kann dann auch munter an der Schweinfurterstraße und  im Bahngelände weiter mit verkehrsträchtigen Projekten auf Teufel-komm-raus verdichten.. Was an Mehrbelastungen für die Grombühler seit der Messung 2000 dazugekommen ist, kann jeder sehen, der sich die Erweiterung der Unikliniken, die Bebauung an der Schweinfurterstraße und den Verkehr auf diesen Straßen anschaut.  Dazu schieb mir 2005 Herr Kleiner u.a.: „Nachdem die Feinstaubbelastungen in anderen Städten Bayerns aber wesentlich kritischer zu beurteilen sind als in Würzburg, ist es zumindest aktuell relativ unwahrscheinlich, dass weitere Messstellen für die Stadt Würzburg zur Verfügung gestellt werden.“  Viel habe ich versucht, schöne Briefe habe ich bekommen. Man war sich einig, dass der Stadtring Nord eigentlich verlegt werden müsse, weil dort zu leben eigentlich unzumutbar ist, dass es keinen zusätzlichen Verkehr gibt, aber jeder qcm freies Gelände wird genutzt, bebaut, verdichtet.  Wer denkt an die Menschen, es sind unsere Mitbürger.

 

Würzburg und seine Radwege – ein Jahrhundertprojekt? Die Löwenbrücke ist ein Bruchteil davon.

Manfred Dürr und Wilhelm Volkmuth haben zu dem nicht ernst zu nehmenden Vorhaben ausreichend Vorschläge gemacht, wie man so was etwas billiger macht. Das wäre ein kleiner Fortschritt.  Die Lösung aber liegt auf der Hand: Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet.  Dann können die Radfahrer die Straße benutzen, ggf. wäre auf dem Randstreifen mit Piktogramm deutlich zu machen, dass auch mit Radfahrern zu rechnen ist. Das wäre für ein friedliches Miteinander sehr förderlich.

 

Bei Tempo 30 ist das allen Verkehrsteilnehmern zumutbar. Eine Ausnahme müssten wohl vorläufig noch die Stadtautobahnen/ Bundesstraßen bleiben. Bis auch dafür zwangsläufig eine Lösung gefunden wird.

 

 

“Spaziergang in Sachen Straßenlärm” 10.9.2015 -  S. 21

Es ist sehr gut, dass solche Spaziergänge und Diskussionen stattfinden.  Da aber dabei schon regelmäßig die Probleme zwischen Greinbergknoten und Füchsleinstraße vergessen werden, möchte ich wieder auf meinen Brief vom 12.2. 2015  hinweisen, den ich anliegend, mit der Bitte um Kenntnisnahme und Verwendung mitschicke.

 

Es würde mich freuen, wenn meine dringenden Bitten für die Betroffenen Erfolg hätten, denn die Probleme in diesem Bereich, von der verkehr ständig wächst durch immer weitere Institute, Tief- und Parkgaragen und immer mehr ambulante Behandlung und gestiegenen Patienten- und Besucherverkehr.

 

„Verschmutzte Luft fordert Millionen Tote.“

 

Der Bericht des internationalen Forscherteams unter der Leitung von Johannes Liefers vom Max-Planch-Institut bekennt: „In Deutschland gebe es jährlich 7000 Tote durch Verkehrsab­gase.“ Doppelt so viele wie durch Verkehrsunfälle. Aber, nur die Zahlen sind neu. Seit Gerbert Gruhl und dem Club of Rom wird gewarnt.  Wen interessierts? Auf der IAA wird der Trend zu schweren, dieselbetriebenen Limousinen von allen Produzenten befeuert.  Und da hört man, dass diese SUV-Modelle ausgesprochene Dreckschleudern, aber trotzdem die Verkaufsschlager sind. Es werden eigentlich  nicht nur die Konsumenten angesprochen, wenn es um die Aufforderung zur Vernunft geht. Es ist auch die Frage, ob die Kommunen ihre Auf­gabe, Schaden von den Bürgern abzuwenden, erfüllen, in diesem Falle: für möglichst unbelastete Luft zu sorgen.  Alle großen, derzeit z.B. in Würzburg avisierte Vorhaben versprechen das Gegenteil, denn die letzten freien Flächen werden versiegelt, der ÖPNV wird zum Alibi, die autogerechte Stadt triumphiert.

 

Gerade hier in Würzburg, in dieser Kessellage, kommt es auf jedes bisschen Grün an, aber was schreib ich da, seit Jahren tu ich das, aber wenn man meine Meinung schon ignoriert, sollte man doch den seriösen Vertretern der Wissenschaft glauben. Auf den Todesanzeigen steht nicht drauf, wer dran glauben musste.

 

Feinstaub etc. in Politik, Presse und Fernsehen

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen vermittelt den Eindruck, durch das Überangebot von Krimis  und Horror, dass Deutschland unsicher ist.  Die Angst wird durch die vielen Talkshows und Nach­rich­tenaufbereitung eher noch gesteigert. Die Umweltprobleme werden von der Flücht­lingsproble­matik zusätzlich unterdrückt.  Da ist es sehr hilfreich, dass es Magazine wie Plusminus, Report Mainz und die Tagesshow gibt.  Dort erfährt man z.B. welche Gefahren durch Abgase und Feinstaub drohen und wie viele von uns Tag für Tag dafür ins Gras beißen.  Alle Verantwortlichen wissen es, niemand handelt. Und diese Magazine zeigen eine Wahrheit, die Angst und Wut erzeugt.  Sie werden von einer Minderheit angeschaut. Es ist viel einfacher sich Tatort oder eine der unzähligen Quizsendungen oder Kochsendungen reinzuziehen oder Rosamunde Pilcher zu gucken. Oder gar die Privaten Kanäle.

 

Würzburg ist ein Paradebeispiel dafür, wie man diese Wirklichkeit der Luftverschmutzung nicht wahrnimmt oder ignoriert.  Obwohl selbst die an günstiger Stelle ermittelten Messungen schon die Alarmglocken schrillen lassen müssten, werden auch die letzten noch bebaubaren Stellen im Stadtgebiet weiter versiegelt und noch mehr Individualverkehr wird angezogen. Die dieser Tage vorgestellten Vorhaben um den Hauptbahnhof beweisen, dass es auch in seinem Umfeld in diesem Sinne weiter gehen wird, auch wenn einige der Planungen im Bereich ÖPNV nicht nur sinnvoll, sondern dringend nötig sind.  Was im Bereich Europastern und Berliner Ring durch weitere Hotels, Veranstaltungshalle und Wohnungen in diesem schwerstbelasteten Gebiet auf die in ihrem Umfeld lebenden Menschen zukommt, ist nicht abzuschätzen

Und so ist es mit Umweltgiften in der Nahrung, mit Waffenhandel und Klimawandel.  Alle wissen es, niemand handelt.  Einst glaubte ich, wenn die da oben nichts oder zu wenig tun, müssen wir Kleinen Leute ran an den Speck.  Es wir totgeschwiegen, wenn man keine Macht hinter sich hat. Und das Geld ist halt stets auf der anderen Seite. Immer, auch wenn es tödlich ist

Umweltzone in der Innenstadt  MP/VB –3.7.2014 S. 1+ 27

Schon wieder einmal zeigt ein Gutachten, was alle Welt seit vielen Jahren weiß, wie es um unsere Luft in Würzburg steht. So kommt die Studie auch zu den Folgerungen, die daraus zu schließen sind und die sagen überhaupt nichts Neues.  Das alles wird seit über 20 Jahren von allen, die sich ernst­haft damit beschäftigen, vehement gefordert.  Gemacht wurde das Gegenteil.  Das krasseste Beispiel ist die Schnapsidee, die Zufahrt zur Markt-Tiefgarage durch die Martinstraße zu pressen und die eigentlich vorgesehene Kulturmeile ad absurdum zu führen.  Derweil fahren natürlich die vernünftigen TG-Nutzer gleich zur Zufahrt Karmelitenstraße, anstatt sich durch die halbe Innenstadt zu quälen.  Da gab es einmal einen teuren Verkehrsentwicklungsplan und unzählige gute Ansätze, aber man glaubt bis heute an die autogerechte Stadt, versiegelt und besiedelt jeden noch freien Raum, was noch mehr Verkehr anzieht und behandelt Parkplätze wie Heiligtümer.  Die Anlage von P+R-Plätzen, der absolute Vorrang für den ÖPNV, vor allem der Schiene, Tempo 30 für das ganze Stadtgebiet und die Innenstadt als Grüne Zone sind die sattsam bekannten Rezepte,  die in vielen Städten als überaus wirksam belegt sind.  Das Problem ist und bleibt der Verkehr.  Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass es dem neuen Stadtrat gelingt über die Schatten der Vergangen­heit zu springen und die Gesundheit der Bürger  in den Vordergrund zu stellen.

Zu: Umweltzone in der Innenstadt  MP/VB –3.7.2014 S. 1+ 27

 Schon wieder einmal zeigt ein Gutachten, was alle Welt seit vielen Jahren weiß, wie es um unsere Luft in Würzburg steht. So kommt die Studie auch zu den Folgerungen, die daraus zu schließen sind und die sagen überhaupt nichts Neues.  Das alles wird seit über 20 Jahren von allen, die sich ernst­haft damit beschäftigen, vehement gefordert.  Gemacht wurde das Gegenteil.  Das krasseste Beispiel ist die Schnapsidee, die Zufahrt zur Markt-Tiefgarage durch die Martinstraße zu pressen und die eigentlich vorgesehene Kulturmeile ad absurdum zu führen.  Derweil fahren natürlich die vernünftigen TG-Nutzer gleich zur Zufahrt Karmelitenstraße, anstatt sich durch die halbe Innenstadt zu quälen.  Da gab es einmal einen teuren Verkehrsentwicklungsplan und unzählige gute Ansätze, aber man glaubt bis heute an die autogerechte Stadt, versiegelt und besiedelt jeden noch freien Raum, was noch mehr Verkehr anzieht und behandelt Parkplätze wie Heiligtümer.  Die Anlage von P+R-Plätzen, der absolute Vorrang für den ÖPNV, vor allem der Schiene, Tempo 30 für das ganze Stadtgebiet und die Innenstadt als Grüne Zone sind die sattsam bekannten Rezepte,  die in vielen Städten als überaus wirksam belegt sind.  Das Problem ist und bleibt der Verkehr.  Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass es dem neuen Stadtrat gelingt über die Schatten der Vergangen­heit zu springen und die Gesundheit der Bürger  in den Vordergrund zu stellen.

Zu: Neue Zufahrt wartet auf Autofahrer.  MP-VB  Mo, 8.9.2014 – S. 25

 In dem Beitrag von Holger Welsch wird der Eindruck erweckt, als sei man enttäuscht, dass die Leute die neue Einfahrt nicht nutzen.  Dabei muss man doch dankbar sein für jeden, der, wenn er schon in die Stadt mit dem Auto fährt, nicht nur den bequemeren Weg in die Karmeliten-Einfahrt wählt, sondern auch die Innenstadt verschont, die zwischen Residenz und Dom sehr sensibel ist und  wegen des Stellplatzangebots um den Dom besonders leidet.  Für diejenigen die keinen Stellplatz oben ergattern, mag die nächstliegende Tiefgarage ein Notnagel sein. Der extreme Parksuchverkehr in dem Bereich könnte stark gemindert werden, wenn die Stellplätze an Kardinal Faulhaber Platz und Domfreiheit wegfielen.  Wenn man schon die autofreie Kulturmeile dem Verkehr geopfert hat, wäre die stellplatzfreie Zufahrt über Max- und Hofstraße ein tragbarer und sicher auch erfolgreicher Kompromiss. Ich danke jedem Autofahrer sehr, der auf kürzestem Weg die Marktgarage über die Karmeliten –Einfahrt aufsucht.