Helmut Försch - mail: helmut.foersch@gmx.de - 0931-284507

 

Für den Frieden

Vor dem Dom in Würzburg haben sich Würzburger Frauen und Männer zusamengefunden, um gegen die immer grasser sich ausweitende Erhöhung des Wehretats zu protestieren.

Helmut Försch sagte dabei:
Wenn es um den Wehretat geht, sprechen wir von Kriegsvorbereitung. Viele unserer Schiftsteller haben dazu Stellung genommen.ich zitiere Kurt Tucholski, der sagte: Ich wünsche jedem meiner Leser eine Frau, die ein tapferes Herz hat und ihre Heimat liebt und ihre Kinder großziehen will - zu einem anderen Schicksal, als dekoriert in einem Ackergraben zu verrecken.".

Vor 75 Jahren wurde unser Würzburg zerstört. Wir blicken zurück::
Der deutsche Kaiser hat den 1. Weltkrieg 1914-1918 mitverschuldet. Hitler brach den 2. Weltkrieg vorsätzlich vom Zaun. Fast 100 Millionen Menschen mussten sterben, ganze Länder waren verwüstet, Die Menschen glaubten ihren Regierungen, auf allen Seiten. Ich habe es miterlebt. Wir wurden belogen und betrogen. Heute will man uns weismachnen, dass wir bedroht werden. Wir werden betrogen wie damals.
Würden die Billionen, die für diese hirnverbrannte Rüstunsproduktion und die die menschenfeindliche  Kriegsvorbereitung  und Söldnerheere ausgegeben werden, für den Frieden und Verständigung ausgegeben, alle Probleme dieser Welt könnten gelöst und zugleich Wohlstand für allen erreicht werden.
Die Generationen, die das nur vom Hörensagen, von sogenannten Kriegs- und Dokumentarfilmen und Romanen kennen, halten diese für wahr. Helden, hochdekoriert, werden nicht gefragt: wie viele hast Du umgebracht? Sie werden umjubelt von dnen, die keine Ahnung haben. Es gibt keine Möglichkeit, den Krieg, seine Grausamkeit, schon gar nicht die Bestialitäten der Konzentrationslager und das Leid, das über die Menschen kam zu zeigen.
Was wollen wir den Kindern und Jugendlichen sagen, zeigen, lehren, wenn Billionen jährlich ausgegeben werden für Kriegsgerät und Rüstung, wenn noch niemals so viele Waffen in Friedenszeiten in Deutschland hergestellt wurden wie heutzutage und diese Waffen in Kriegsgebiete  und an Kriegen beteiligte Nationen verkauft werden, wenn unsere Verbündeten Kriege anzetteln, KZ's einrichten, Folterung und Ermordungen vollbringen, wenn das Völkerrecht missachtet wird und unsere Regierung das billigt oder gar unterstützt, wie es immer wieder geschieht und sogar von deutschem Boden aus angegriffen wird. Was müssen wir ihnen sagen? Die Wahrheit müssen wir ihnen sagen, nicht einmal, immer wieder..
Kurt Tucholski sagte: "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein". Ja, auch ich sage nein. Ich höre nicht auf -nein - zu sagen, wenn alle Krieg spielen, wenn sie Kriege vorbereiten. Ich höre nicht auf NEIN zu sagen, wenn Unrecht verherrlicht wird, wenn Menschen unterdrückt, ausgegrenzt werden oder man sie verhungern, ertrinken oder erfrieren lässt und nichts dagegen tut.- wenn wieder Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit das Zusammenleben der Menschen vergiftet.
Ich höre nicht auf "Nein" zu sagen, wenn man materielle Dinge, Wohlstand, Geld, Macht und Gewalt setzt vor Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft und zuschaut, wie arme Menschen Flaschen sammeln, auf Parkbänken und Heizungsschächten schlafen, sich mit Zeitungen zudecken. Und das soll mein Vermächtnis, meine Biitte sein an die jungen Menschen, nicht nur an die, die heute schon für ihre Zukunft Freitags auf die Straße statt zur Schule gehn, es geht an alle, die noch nachdenken, mitfühlen und lieben können. Baut an einer friedlichen Welt ohne Hass und Neid, baut an einer Welt der Liebe und Freundschaft zu allen Menschen und zur Natur. Nur dafür, nur dafür lohnt es sich zu leben.

Wenn aber weiter gerüstet wird, wird es immer wieder Kriege geben. Früher war das Männersache. Heute stehen Flintenweiber auch an der Spitze und fordern Milliarden fürs Morden.
Und Kurt Tucholski wusste schon damals:

Das wäre kein Friede, Das wär Wahn. Der alte Tanz auf dem alten Vulkan.   

Du sollst nicht töten hat einer gesagt - und die Menschheit hörts und die Menschheit klagt.    Will das niemals anders werden? Krieg dem Kriege - und Friede auf Erden. 

Leserbriefe 2020 -2

zu: „Irgendwas läuft schief in Deutschland“ 27.5.21 S. 2

Die Antwort auf die Frage: warum viele Migranten für Antisemitismus anfällig sind, ist vielfältiger, als es Abdel Samad beschreibt. Es ist eine lange Geschichte, die schon bei der Gründung der BRD beginnt, die nichts neues, fortschrittliches wurde, sondern Rechtsnachfolger des NS-Staates, von dem noch lange Gesetze aus dieser Zeit befolgt und verfolgt wurden. Und es gab die, mit dem am 11.1.1951 beschlossenen GG Art. 131: Wiedereinstellung der Beamten, Lehrer und Richter, die keiner Verbrechen schuldig gesprochen waren, in ihre alten Stellungen und Rechte. Und es kam die Konfrontation zwischen Ost und West. Uralte SPD-Leute können sich erinnern: die Worte sozial, sozialistisch waren verfemt, Brandt und Wehner das Feindbild, und schon schnell waren alle Ver­folgten des NS-Regimes die Bösen, Abzocker. Die Polizei und die Bundeswehr wurden aufge­baut von wem denn? Und die Gerichte? Wer wurde Schulrat? Justizrat? Professor?
Schon in den 50er Jahren traute man sich nicht mehr, sich als Jude zu bekennen. „Das muss nun end­lich vorbei sein, Israel ist doch entschädigt worden“. In Gerichten, hieß es „Der Angeklagte“, nicht der Katholik, aber „Der Jude“ bei einem Zeugen. Das sind Symptome, aber sie sagen alles.
Wohl keiner der alten Lehrer stellte sich hin und sagte: Ich bekenne. Nein, aber sie haben ihre eige­ne Schuld und Meinung unterdrückt, vergessen. Die folgenden Generationen wissen bis heute nicht, was wirklich geschah. Wer von den für die Bildung Verantwortlichen hat: Eugen Kogon: Der SS-Staat“ gelesen oder Billy Wilders Film von den KZ’s gesehen. Niemand traute sich, den Jugendli­chen diese Grausamkeiten zuzumuten. Die Spitzen des Staates sprachen öffentlich­keitswirksam von Wiedergutmachung und Sühne. Die Verfolgung der NS-Straftaten aber blieb inaktiv, zöger­­lich und im Ergebnis ungenügend. Der NS-Staat wurde nicht so aufgearbeitet wie die DDR und ihr SSD.
Dann kamen viele Menschen mit anderem Hintergrund zu uns. Sie hatten andere Religion, andere politische Ideen. Manche haben sich integriert, andere blieben in Ghettos, es entstanden kul­turelle und kriminelle Organisationen, Kavernen in der Gemeinschaft. Wer neuer Staatsbür­ger wurde, ward nicht auf das Grundgesetz vereidigt, es gab und gibt keine Gesetze, die den Im­mi­granten verpflich­ten, die sich an unsere Lebensverhältnisse anzupassen, unsere Werte und Gebräuche zu achten.
Die Gesetzgebung und die Integration haben auf der ganzen Linie versagt. Unsere Gemeinschaft ist nicht aus den Herzen entstanden und gewachsen. Ich kenne Menschen aus vielen Staaten und mit anderer Hautfarbe und bin ihnen von Herzen zugetan. Es könnte so einfach sein, wenn man liebt.

zu: „Wirths Name entfernen“+ „Gedenken an 16.3.45“, 16.3.21, S7 +21

Frau Dr. Bettina Keß sagt: „Ohne Zeitzeugen wird die Erinnerungskultur sich stark verändern“. Welche Zeitzeugen? Wer wurde denn gehört, wenn er sich traute, die wieder in Amt und Würden agierenden Ärzte, Richter, Pädagogen und Schriftsteller beim Namen zu nennen, die sich satt und beschützt wieder auf ihrem alten Terrain tummelten. Wie erging es denn dem Würzburger Dr. Elmar Herterich, der die Handlanger der Nazijustiz bekämpfen wollte und schließlich nach Schweden emigrieren musste – oder Vitus Heller, der Korruption und Nazis aufdecken wollte und den man, indem man ein Schriftstück veröffentlichte, das er in Gestapohaft in Sorge um seine Familie unterzeichnete, vernichtend traf. Die Gestapoakte verschwand. Derweil übte an der Talavera die Hiag, eine SS-Nachfolge-Organisation, den Kampf im Untergrund, die Jugend las die „Landserheftchen“, Adenauer bat um die Freilassung der Kriegsverbrecher aus Werl und Moskau. Und die Häftlinge und Angehörigen der Ermordeten des Regimes blieben die Verlierer und starben, arm, hilflos, verachtet. Das ist die Zeit, in der die Menschen dort draußen in Geroldshausen aufwuchsen. Ist es ein Wunder, dass sie nicht wussten, was wir wissen. Aber wir sind zu wenige und wir wurden bis heute nicht wirklich gehört. Und wenn, dann als Alibi missbraucht. Am 8.5.20 kam in der MP der Diakon Markus Giese zu Wort: „Verpflichtung für den Frieden“. Seine Worte müssten immer wieder vor den Kanzeln und Kathetern gerufen werden.

zu: „Der Bürgermeister will keine Alfred-Eck-Schule“, 1.6.2021 S. 27

Thomas Schmelter hat im März schon deutlich gemacht, warum. Warum wussten die Leute vor Ort so wenig davon? Wer sich traute, die wieder in Amt und Würden agierenden Ärzte, Richter, Pädagogen und Schriftsteller beim Namen zu nennen, wurde als Kommunist oder Nestbeschmutzer verfemt. Noch vor wenigen Jahren wurde ein Mensch, der sein Dorf 1945 gerettet hatte, und deshalb nach ihm eine Schule benannt werden sollte, als Verräter gebrandmarkt. Warum war das möglich? Meine Kinder sagen: Es gab keinen Geschichtsunterricht über die Zeit nach 1918. Und Herr Menth meint, dass man Kinder im Volksschulalter nicht mit all der Gewalt konfrontieren darf. Ich habe anlässlich der Stolpersteinverlegungen in Grombühl im Kindergarten über den NS und seine Opfer gesprochen. Von Eltern habe ich erfahren, dass die Kinder das in großer Dichte gefasst und wiedergegeben haben. Kann man Kindern die Gefahren von Krieg, im Verkehr, von Corona deutlich machen ohne die Folgen zu schildern? Man könnte es. Was anderes ist es, wenn man Geschichte aufarbeitet, die nun schon mehrere Generationen unerledigt dahindöst. Wie man das einschlafen ließ: In den 50er Jahren schon übte an der Talavera die Hiag, eine SS-Nachfolge-Organisation, den Kampf im Untergrund, die Jugend las die „Landserheftchen“, Adenauer bat um die Freilassung der Kriegsverbrecher aus Werl und Moskau. Und die Häftlinge und Angehörigen der Ermordeten des Regimes blieben die Verlierer und starben, arm, hilflos, verachtet. Dafür könnte ich viele exemplarische Fälle nennen. Das ist die Zeit, in der die Menschen dort draußen in Geroldshausen aufwuchsen. Ist es ein Wunder, dass sie nicht wussten, nicht lernten was wir erlebt haben, denn 1951 begann das große Schweigen. Wer weiß denn heute, welche Wirtschaftsmacht die SS war, was KZ’s und Gestapo waren, wie viele Denunzianten es gab, die nicht bei der Partei waren und 1945 eine weiße Weste hatten.

zu: „Unterm Strich“ S. 1- 27.4.21 

Unterm Strich und dazu auf S. 1 sollte einen Anspruch haben, auf keinen Fall: unterm Niveau. Das muss nicht mit Gewalt witzig sein. Benjamin Stahl versucht sich am gefährdeten Kulturgut, gar nicht gut. In einer Zeit, wo krampfhaft versucht wird, die hochdeutsche Sprache durch anglisieren gebräuchlicher Wörter zu einem wüsten Mix zu degradieren, ist es im Stil der Zeit, unsern Dialekt zum Spielball zu machen. Der Arbeitskreis Kirche will die Bibel wortgetreu „nei unnere Schbrach üwersetz“. Das hat Herr Stahl gewollt missverstanden. Der Dialekt ist gewachsen, er kommt aus dem Ursprung unserer Landschaft, Sprache und Geschichte. Anglizismen kann man meist nicht mal rückübersetzn. Aber bei Gneudl, Haggerli, Simbl, Säfdl, Läff, Schluri, Bobbes, Schmiss, Veregger, schinant, bombös, hinnerüggs un vorderschi geht einem das Herz auf. Unser Würzburger Dialekt ist genährt aus den überaus reichhaltigen Volkssprachen der Region, ihn zu erhalten ist Ehrensache. Ich habe viele Wörter gesammelt und täglich fallen mir neue ein.

„Die Pandemie ist für rechtsextreme Netzwerke ein Geschenk…“ am 2.2.21 S.2

Was der Experte Laabs da sagt, ist eine logische Folge einer Entwicklung, die in den 50er Jahren konsequent inszeniert wurde. Die CSU vor allem, aber auch CDU und FDP haben jeden Millimeter links von der Mitte bekämpft wie die Pest, holten sich alle Experten mit dem Gesetz 131ins Boot. Alle Beamten, Richter und Experten der Nazizeit, die bis dahin nicht ins Fadenkreuz der Kriegsverbrechen geraten waren, bauten nun diesen Staat, seine Justiz und Polizei auf und später auch die Bundeswehr. Nicht alle waren Nazis. Aber sie hatten dort gelernt. Und wer das neue Spiel nicht mitmachte, hatte keine Chance. Entnazifizierung war lächerlich, Wiedergutmachung war eine Farce. Landser-Heftchen fielen über die Jugend her. Wer sich dagegen auflehnte, wer auf die Täter von damals hinwies, im Sumpf recherchierte, war schnell niedergemacht. Alle Naziverbrechen seit 1945 waren Einzeltäter, sagt man. Vor allem CDU/CSU waren da unbeirrbar, auch die SPD marschierte im Gleichschritt nach rechts. Das Ergebnis: Die AfD hockt in allen Parlamenten, in Bundeswehr und Polizei. Logisch.

zu: „Radfahrer raus…“ 11.6. u.andere

In normalen Kategorien ist diese Diskussion nicht einzuordnen. Sind schon alle Gesetze und Verordnungen außer Kraft? Ist auch die deutsche Sprache im Denglish-Rausch nicht mehr gültig? „Der Fußgängerbereich, wie die Fußgängerzone laut Straßenverkehrsordnung (StVO) heißt, ist eine Verkehrsfläche, die generell nur von Fußgängern genutzt werden darf. Anderen Verkehrsteilnehmern ist die Zufahrt prinzipiell untersagt, es sei denn, die Nutzung wird ihnen durch entsprechende Beschilderung erlaubt.“ Dort tummeln sich Fahrzeuge aller Art, auch die Polizei. Wen interessiert das? Niemand kommt auf die Idee, dort abzusteigen. Im Gegenteil Fußwege werden halbiert. Es hat sich eingebürgert, dass immer mehr Fuß- und Spazierwege auch für Radfahrer zugelassen werden. Und nun ein grüner Bürgermeister. Deshalb glauben wohl viele Leute, das gilt überall. Auf Straßen mit Radwegen begegnen mir Radfahrer auf dem Fußweg daneben. Auf Spazierwegen im Glacis, in den Mainauen, auf dem Hans-Brandmann -Weg oder hinter der Lindleinsmühle radeln viele, obwohl der Fußweg angezeigt ist. In den Wohnbezirken sind die Gehsteige, die oft unter 1,20 m breit sind noch zusätzlich durch Gegenstände, Fahrräder Auslagen etc. verengt. Zu zweit nebeneinander gehen ist oft nicht möglich. Diese Wege sind nicht mehr für Kommunikation geeignet. Es ist endlich Zeit, auch die Rechte der Fußgänger ins Licht zu stellen. Ich konnte mit meinen Freundinnen und Freunden unsere Heimat in Zweier-Kolonne auf Rädern erwandern. Dass das auch den Radfahrenden in unserer Zeit ermöglicht wird, dafür wird viel getan, ich sehe es, wo an Landstraßen oft sogar beiderseits Radwege erstehen. Es wäre nur ein Akt der Solidarität, wenn die Radfahrer diese auch im Stadtverkehr üben. Denn, die winzigkleine Würzburger Fußgängerzone kann man zu Fuß in wenigen Minuten durchqueren. Steigt ab und schiebt die paar Meter.

zum Thema „Verkehrswende und Greinbergknoten“. 8.7.21

Das Thema ist nicht neu. Und die Argumentation der Befürworter der neuen Variante ist uralt. Nach der letzten Debatte darüber, damals stand allerdings nicht die Verbesserung des Verkehrsflusses und sein Erhöhung, sondern der Schutz der unter der ungeheuren Verkehrslast der in diesem Bereich lebenden Bürger im Fokus, fragte ich an. Auf meine Eingaben und Vorsprachen antwortete mir der damalige Oberbürgermeister Georg Rosenthal ausführlich. Damals erschien mir die im Gespräch und wohl auch in der Planung gedachte Variante durch den Kohlenhof eine für das südöstliche Grombühl erträgliche Lösung, weil es m. M. zumindest die Richtung Süden gerichtete Verkehrsmasse aufgenommen und damit den Europastern entlastet hätte. Die Belastungen sind seither gewachsen. Wenn man zum Beispiel liest, dass die Bettenzahl des Uniklinikums den Stand von vorher nicht überschreiten würde, dann sieht man deutlich, dass ich entweder falsch informiert wurde oder die Stadtverwaltung nicht weiß, was die Uni treibt. Eine von der Auverastraße abzweigende Spur, die am Kohlenhof aufsteigend die Südtangente über dem ehemaligen Ladehof erreichen könnte, wäre in der Lage Grombühl etwas zu entlasten, wenn die Richtung Süden Fahrenden nicht erst über Europastern und Greinbergknoten müssen. Wenn die neue Variante nicht zu verhindern ist – dann wäre der Versuch, diese kleine ins Gespräch zu bringen, für Grombühl zumindest eine spürbare Entlastung.                                                 

zu: „Es gibt keinen Grund mehr, die Schulen zu schließen“, 14.7.21, S. 2

In diesem Leitartikel hat Holger Sabinsky-Wolf klar und einzigartig vorgeführt, was für die Leute, die anstatt des Parlaments agieren und diktieren, in diesen 15 Monaten angerichtet haben und was für sie wichtig zu sein scheint. Die Agenda dieser CovidPlage strotzt von Widersprüchen und unverständlichen Reaktionen. Sicher aber schält sich heraus, dass Reisen, Fußball, Industrie und Individualverkehr im Fokus stehen, Hauptsache die Börse brummt. Und während die Aktien steigen, kämpfen ganze Berufszweige uns überleben. Die Kinder aber, die dereinst auch eine Zukunft zu gestalten haben, können am besten geschützt werden, wenn sich ihre Eltern impfen lassen. Diesen Leitartikel hefte ich an meine Pinwand– bis wieder einer von dieser Qualität kommt.

zu: „Maskenchaos: Die Regierung…2.3.21 S. 4 und andere

Wen wundert dieses Chaos noch? Es ist tagtäglich das gleiche Muster: Es wird ins Blaue geplant, das Geld Waggonweise verschleudert. Die Liste ist endlos: Scheuer und Maut, DB, Verkehr; von der Leyen und AKK und Bundes-Gewehre, Nazis in Uniform, sündteure Berater, Spahn, seine Masken, Impfstoffe und Verträge, Nüsslein und Provision, Merkel und die Vorschriften, die nicht nachvollziehbar sind, der SPDScholz hat plötzlich Geld ohne Ende für Konzerne und fürs Volk mit der Gießkanne, damit sie selbst auch profitieren. So könnte es seitenweise gehen. Wie man mit Pandemien umgeht, wurde international durchgespielt, Vorrat- Haltung angemahnt. Sie wussten es, haben nicht vorgesorgt, sie haben es zu verantworten. Und sie werden, wie hundertfach erlebt, sich nicht erinnern. Und die Zeche zahlen meine Enkel und Urenkel, zum kleinen Teil auch wir, die wir sie gewählt haben. Wir spüren‘s schon jetzt: teurere Beiträge bei den Kassen, steigende Selbstbeteiligung und Probleme bei Zuschüssen

 

 

Belegtes Brötchen – schwer verdaulich. MP-VB –19.Juli 09 - S.11

Belegtes Brötchen – schwer verdaulich. MP-VB –19.Juli 09 - S.11 
und: Der Schattenmann – MP-VB S. 17

Edeka machts möglich – zusammen mit den Abfindungen bei der Nordbank und den 100 Millio-
nen Abfindung für W.Wiedeking so ein wichtiges, richtiges und bezeichnendes Bild vom Zustand 
unserer Gesellschaft zu zeichnen. Allen Beteuerungen und Versprechen zum Trotz geht alles 
weiter wie bisher. Aber wenn einer, Schwächeanfall hin oder einfach nur Hunger her, sich ein 
Brötchen richtet und das später bezahlen will, dann ist es ein Willkürakt ohne Beispiel, ihn 
deswegen so brutal und nachhaltig zu bestrafen. Wenn Angestellte im Einzelhandel nur selten 
nach Schluss der Arbeitszeit pünktlich ihren Platz verlassen können, dann kommt niemand 
gelaufen und zwingt sie dazu, für die Minuten –oder Stunden – die sich im Laufe der Zeit 
summieren, eine Prämie entgegen zu nehmen. Das wird einfach von ihnen erwartet. Von den 
kleinen Leuten wird eben erwartet, dass sie Leistung bringen bis sie umfallen, dass sie sich nicht 
wehren, dass sie zu Kreuze kriechen, dass sie zuschauen wie sich die da oben die Taschen voll 
stopfen und wenn sie versagen oder Mist gebaut haben, noch mit Millionen zugeschüttet werden.
Und wir Bürger sollen bei denen einkaufen ? Ich nicht!

„Und geht’s doch noch gold.“ von Elisabeth Niejahr

„DIE ZEIT“, Nr. 22 S. 3 : „Und geht’s doch noch gold.“ von Elisabeth Niejahr

 

Elisabeth Niejahr bringt’s auf den Punkt. Und ihre Fragen treffen voll ins Schwarze. 
Uns Rentnern geht’s immer noch gold, wenn man zu denen gehört welche die Durchschnittsrente 
bekommen, auch wenn unsere Kaufkraft seit der Wende halbiert wurde. Aber es gibt auch die, 
die drunter liegen und es gibt vor allem unsere Kinder und Enkel, auf deren Kosten aber 
nicht wir
leben. Wir haben unseren Generationenvertrag erfüllt und viel darüber hinaus.
Es gibt eine ganze Kaste, die auf unserer und der künftigen Generationen Arbeit und Verdienst 
lebt wie die Made im Speck und Vermögen angehäuft hat, das nicht mehr moralisch/menschlich 
legitimiert werden kann. Mögen sie sich im Golde suhlen. Sie kümmerten mich einen Dreck, 
wenn ich mich nicht um meine Kinder und Enkel sorgte, denen diese Clique die Zukunft versaut, 
von der jeder vernünftige Mensch weiß, wie man sie und die Probleme in den Griff bekommen 
kann. Wir Alten wissen, was wir von solchen dummen Sprüchen wie diesem Rentengesetz halten 
müssen, das den Rentenbetrug schon paraphiert. Wir wissen, dass wir ausgenutzt und benutzt 
wurden. Wir mussten nach 1945 den Stall ausmisten, unsere paar Kröten gingen den Bach 
hinunter, wir haben aufgebaut, wir haben die Wie­dervereini­gung nicht nur gewollt, sondern 
auch bezahlt und jetzt schwimmt auf der „Wester­welle“ dahin, was einst unser Stolz war: unser 
Staat, der die Solidarität, die soziale Marktwirtschaft, die Humanität und die Gerechtigkeit 
verkörpern sollte. Ich pfeife auf eure Rentenerhöhungen, die daherkommen wie Almosen und 
propagiert werden wie Wohltaten, die dann auch noch als Argu­mente herhalten sollen, dass wir
schuld sind an der Misere. Ausgerechnet die, die sich den Kragen vollgestopft haben, wollen uns
einreden, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Aber das hängt ihr uns nicht an, ihr Merkel, 
Müntefering &Co, das habt ihr uns eingebrockt und wir löffeln’s halt aus., weil wir zu alt sind zur 
Rebellion und gegen diesen Brutalkapitalismus nicht mehr kämpfen können. Oder doch??

"Fast wie früher" ?   "Es ist wie früher" zu:  Die Zeit.Nr.20- 7.5.09 S.21 :
abgedruckt in "Die Zeit"   Nr. 22  S.44   am 20.5.09

Uwe Jean Heuser schreibt  "Fast wie früher" über Ackermann  & Co. Und er listet auch auf, was
alles aus den schönen Beteuerungen und Vorsätzen geworden ist. Na gut. Und er weiß auch, was 
alles getan oder unterlassen werden sollte und hat den schwindelerregenden Mut, so etwas wie 
Hoffnung zu verbreiten, dass sich was ändern würde.

Ich sage: Es wird nichts reguliert  Die Hasardeure sitzen alle schon wieder im Sattel.  Die Sprit- 
preise sind schon wieder hochspekuliert.  Banker und Investoren arbeiten weiter mit minimalen 
Eigenkapital und erwirtschaften hohe Renditen.  Der Kreditnehmer wird wegen der hohen 
Besteuerung des Eigenkapitals gezwungen, seine Gewinne z.B. auf den unzähligen Filialen der 
Deutschen Bank in Luxemburg,  Mauritius oder Lichtenstein etc zu parken, wenn er der 
Besteuerung entgehen will und das ist schließlich ja legal.  Selbst so einfach zu ändernde und 
sehr effektive Vorgaben für die Finanzwirtschaft wie es eine Veränderung der Besteuerung von 
Eigen- und Fremdkapital darstellt, wird nicht einmal diskutiert.  In einer Reihe von anderen 
Ländern geschieht etwas.  Bei uns herrscht Totenstille, nur Hinz und Kunz bevölkert die Talk- 
shows und sondert ab und in den Provinzblättchen beschäftigt man sich lieber mit Superstar 
und Topmodel. 
Ist es nun ein Wunder, dass unvorstellbare Summen in den Bankenorkus geschmissen werden?  
Wohin verschwindet denn das ganze Geld? Wer sind denn die Leute, die als Berater und 
Fachleute das Handeln von Finanzen und Wirtschaft beeinflussen, leiten und bestimmen.  Sind 
das nicht dieselben, um deren Aktien, Einnahmen und Provisionen es geht?   Na also.  
Die schauen schon, dass ihr Schäfchen trocken bleibt. Und Frau Merkel als Oberhaupt übt 
sich in der Mentalität, die sie von ihrem Ziehvater nicht nur erlernt, sondern kopiert hat, dem 
Aussitzen aller Probleme und dem Absondern stereotyper Sprüche
. Das System wird nicht 
in Frage gestellt.
Was kann da anderes herauskommen als so unwirksame , wenn für die Wirtschaft nicht sogar 
schädliche Publikumsrenner wie die "Abwrack-prämie", die vordergründig wie ein Erfolg aussieht, 
weil die Autoindustrie ihre Ladenhüter los wird.  Die potentiellen Käufer von ökonomisch und 
ökologisch fortschrittlichen Modellen fallen als Käufer vorerst aus.
Übrigens, für Bildung wollte 
man doch auch was tun und für Integration und für Familien.  Und den Rentnern gibt man eine 
Garantie.  Geht ganz leicht, weil man das wie in der Vergangenheit leicht mit Mehrwertsteuer, 
neuen Abgaben und Steueranteil-Erhöhung kompensieren kann.  Also doch alles "Fast wie 
früher." Besser:  Alles wie früher.
Kursiv: Nicht veröffentlicht

Zug der Erinnerung

„Zug der Erinnerung“ 14. + 15. Mai auf Gleis 8 im Hbf. Würzburg

Gegen das Getöse der laufenden Motoren eines auf Gleis 10 abgestellten, leeren Zuges mussten 
die Musizierenden und der Chor der David Schuster-Schule sich ebenso durchsetzen, wie 
anschließend unser OB Georg Rosenthal. Angesichts dessen, was andernorts ablief, kann mir 
niemand weisma­chen, dass dieser Lärm ein Zufall war. Im Internet kann man nachlesen, was
andernorts ablief:
Die DB lehnt eine Spende für den Zug der Erinnerung ab. Sie verlangt Standgebühr von 45 € 
pro Stunde, stellt die Ausstellung auf Abstellgleise, behindert massiv durch technische 
Kontrollen durch bewaffnete Sicherheitskräfte, erlässt Redeverbot für die Mitarbeiter, untersagt 
Berichterstattung.
Wer zieht die Fäden bei der „Deutschen Bahn“ ? Wer sind diese Leute, die den „Zug der Erinne­
rung“ behindern ? Es ist doch ziemlich unwahrscheinlich, dass das deshalb geschieht, weil man 
persönliche Schuld nicht eingestehen will. Selbst Kriegsverbrecher haben sich zu ihrer Verant­
wortung bekannt. Die Deutsche Reichsbahn hat gut verdient mit ihren Transporten in die Vernich­
tungs­lager. Selbst das Wegschauen hat uns, die „kleinen Laute“, in die Verantwortung genommen.
Wie viel schwerer hätten eigentlich die zu tragen, die sich an dem Unglück von Millionen von 
Menschen, von Familien mit Kindern bereichert haben. Und deren Rechtsnachfolger stehlen sich 
nicht nur aus der Verantwortung, sondern behindern auch noch rigoros das Gedenken an ihre 
Opfer. Ich sage ausdrücklich ihre Opfer, denn ohne ihre Mithilfe wäre das nicht geschehen.  
Jeder Würzburger, der sich ein Ticket bei der Deutschen Bahn kauft, sollte immer daran denken, 
dass dort draußen, an der Rampe der Aumühle die Fracht nach Auschwitz, Sobibor,
Izbica, und Rige verladen wurde. Das waren unsere Mitbürger, sie waren unschuldig und ein 
großer Teil davon waren Kinder. Man muss sich das nur vorstellen, auch ganz kleine unschuldige 
Kinder, die noch nicht einmal sprechen konnten. Wer denkt da nicht an seine eigenen Kinder und 
Enkel. Und stellt dagegen die eiskalten Rechner, die das Signum „Deutsche“ Bahn in den Dreck 
ziehen.
Was mich zum Nachdenken reizt : Es gibt offenbar niemand in Bundes- und Landesregierungen 
der sich da in irgend einer Weise positiv engagiert. Also gut, ihr müsst ja eure Banken retten.
Den neuen Bahnchef Rüdiger Grube aber, der offenbar bereit ist, den Stall auszumisten, möchte 
ich sehr herzlich bitten, auch auf diesem Gebiete endlich das Notwendige zu tun.