Ein neues Buch: Vitus Heller

 

              WIR ERINNERN : Ein Bauernbub wollte die Welt verändern:       

           "VITUS HELLER"

Wir haben schon viele ehemalige Bürger unserer Stadt auf Gedenktafeln, Stolpersteinen, Stelen und Straßennamen in die Erinnerung zurück gerufen.  Andere sind durch eigene Beiträge selbst oder für andere wieder präsent geworden.  So ist Felix Fechenbach durch sein, von Roland Flade wieder entdeckte und mit Biographie ergänzte Buch: "Der Puppenspieler" und das Felix-Fechenbach-Haus wieder in aller Munde.
Vitur Heller, der Junge aus Tauberrettersheim,  hat, aus tief-christlicher Familie, und Erziehung, gelebter sozialer Verantwortung, aus Selbststudium iund den Lehren des ersten Weltkriegs die Idee des Christlichen Sozialismus in den Worten und dem Leben Christii, der Päpste Leo XIII. und Pius XI., und der Christlichen Soziallehre gefunden und alles getan, sie auch zu verwirklichen.

Als Sekretär des Volksvereins für das katholosche Deutschland gründete er 1918 die Zeitung: "Das Neue Volk", schrieb ein 30-seitiges Programm "Der Christliche Sozialismus", wurde 1920 Vorsitzender der unter seinem Einfluss gegründeten ersten "Christlich-Soziale Partei" - später "Christlich-Soziale Reichspartei" (CSRP).

Dabei wandelte er aus den Spuren von Thomas v. Aquin, Augustinus, Wilhelm Hohoff, Wilhelm v. Ketteler, Adolf Kolping, aber auch Karl Marx.  Er wurde zunächst unterstützt von Liborius Gerstenberger, Mathias Erzberger und dem linken Zentrum.  Nach dem rechtsruck fast aller Parteien kämpfte er gegen Ausbeutung, Korruption, Miilitarismus Faschismus und Kapitalismus.

Im NS-Staat wurde er wiederholt verhaftet,  warv einhalbes jahr in dachau inhaftiert, fristete sein Leben 1933 - 1945 in ärmlichsten verhältnissen. 1945 gründete er mit Adam Stegerwald  die CSU, half beim Wiedraufbau, auch als Flüchtlingskommissar - wurde dann aber ausgegrenzt, verleumdet und vergessen.

Das möchte das Buch "Vitus Heller - vergessener Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit" ändern.

Das Buch ist im Echter-Verlag, Würzburg, 2017 als Broschur erschienen und zeichnet  auf 216 Seiten das Leben von Vitus Heller und seiner Idee und seinen Aufzeichnungen nach, kommentiert von Helmut Försch.

 

 

Die Entwicklung schlummernder Kräfte  Grafik von Helmut  1989 -7


aus Lobby control

Belegtes Brötchen – schwer verdaulich. MP-VB –19.Juli 09 - S.11

Belegtes Brötchen – schwer verdaulich. MP-VB –19.Juli 09 - S.11 
und: Der Schattenmann – MP-VB S. 17

Edeka machts möglich – zusammen mit den Abfindungen bei der Nordbank und den 100 Millio-
nen Abfindung für W.Wiedeking so ein wichtiges, richtiges und bezeichnendes Bild vom Zustand 
unserer Gesellschaft zu zeichnen. Allen Beteuerungen und Versprechen zum Trotz geht alles 
weiter wie bisher. Aber wenn einer, Schwächeanfall hin oder einfach nur Hunger her, sich ein 
Brötchen richtet und das später bezahlen will, dann ist es ein Willkürakt ohne Beispiel, ihn 
deswegen so brutal und nachhaltig zu bestrafen. Wenn Angestellte im Einzelhandel nur selten 
nach Schluss der Arbeitszeit pünktlich ihren Platz verlassen können, dann kommt niemand 
gelaufen und zwingt sie dazu, für die Minuten –oder Stunden – die sich im Laufe der Zeit 
summieren, eine Prämie entgegen zu nehmen. Das wird einfach von ihnen erwartet. Von den 
kleinen Leuten wird eben erwartet, dass sie Leistung bringen bis sie umfallen, dass sie sich nicht 
wehren, dass sie zu Kreuze kriechen, dass sie zuschauen wie sich die da oben die Taschen voll 
stopfen und wenn sie versagen oder Mist gebaut haben, noch mit Millionen zugeschüttet werden.
Und wir Bürger sollen bei denen einkaufen ? Ich nicht!

„Und geht’s doch noch gold.“ von Elisabeth Niejahr

„DIE ZEIT“, Nr. 22 S. 3 : „Und geht’s doch noch gold.“ von Elisabeth Niejahr

 

Elisabeth Niejahr bringt’s auf den Punkt. Und ihre Fragen treffen voll ins Schwarze. 
Uns Rentnern geht’s immer noch gold, wenn man zu denen gehört welche die Durchschnittsrente 
bekommen, auch wenn unsere Kaufkraft seit der Wende halbiert wurde. Aber es gibt auch die, 
die drunter liegen und es gibt vor allem unsere Kinder und Enkel, auf deren Kosten aber 
nicht wir
leben. Wir haben unseren Generationenvertrag erfüllt und viel darüber hinaus.
Es gibt eine ganze Kaste, die auf unserer und der künftigen Generationen Arbeit und Verdienst 
lebt wie die Made im Speck und Vermögen angehäuft hat, das nicht mehr moralisch/menschlich 
legitimiert werden kann. Mögen sie sich im Golde suhlen. Sie kümmerten mich einen Dreck, 
wenn ich mich nicht um meine Kinder und Enkel sorgte, denen diese Clique die Zukunft versaut, 
von der jeder vernünftige Mensch weiß, wie man sie und die Probleme in den Griff bekommen 
kann. Wir Alten wissen, was wir von solchen dummen Sprüchen wie diesem Rentengesetz halten 
müssen, das den Rentenbetrug schon paraphiert. Wir wissen, dass wir ausgenutzt und benutzt 
wurden. Wir mussten nach 1945 den Stall ausmisten, unsere paar Kröten gingen den Bach 
hinunter, wir haben aufgebaut, wir haben die Wie­dervereini­gung nicht nur gewollt, sondern 
auch bezahlt und jetzt schwimmt auf der „Wester­welle“ dahin, was einst unser Stolz war: unser 
Staat, der die Solidarität, die soziale Marktwirtschaft, die Humanität und die Gerechtigkeit 
verkörpern sollte. Ich pfeife auf eure Rentenerhöhungen, die daherkommen wie Almosen und 
propagiert werden wie Wohltaten, die dann auch noch als Argu­mente herhalten sollen, dass wir
schuld sind an der Misere. Ausgerechnet die, die sich den Kragen vollgestopft haben, wollen uns
einreden, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Aber das hängt ihr uns nicht an, ihr Merkel, 
Müntefering &Co, das habt ihr uns eingebrockt und wir löffeln’s halt aus., weil wir zu alt sind zur 
Rebellion und gegen diesen Brutalkapitalismus nicht mehr kämpfen können. Oder doch??

"Fast wie früher" ?   "Es ist wie früher" zu:  Die Zeit.Nr.20- 7.5.09 S.21 :
abgedruckt in "Die Zeit"   Nr. 22  S.44   am 20.5.09

Uwe Jean Heuser schreibt  "Fast wie früher" über Ackermann  & Co. Und er listet auch auf, was
alles aus den schönen Beteuerungen und Vorsätzen geworden ist. Na gut. Und er weiß auch, was 
alles getan oder unterlassen werden sollte und hat den schwindelerregenden Mut, so etwas wie 
Hoffnung zu verbreiten, dass sich was ändern würde.

Ich sage: Es wird nichts reguliert  Die Hasardeure sitzen alle schon wieder im Sattel.  Die Sprit- 
preise sind schon wieder hochspekuliert.  Banker und Investoren arbeiten weiter mit minimalen 
Eigenkapital und erwirtschaften hohe Renditen.  Der Kreditnehmer wird wegen der hohen 
Besteuerung des Eigenkapitals gezwungen, seine Gewinne z.B. auf den unzähligen Filialen der 
Deutschen Bank in Luxemburg,  Mauritius oder Lichtenstein etc zu parken, wenn er der 
Besteuerung entgehen will und das ist schließlich ja legal.  Selbst so einfach zu ändernde und 
sehr effektive Vorgaben für die Finanzwirtschaft wie es eine Veränderung der Besteuerung von 
Eigen- und Fremdkapital darstellt, wird nicht einmal diskutiert.  In einer Reihe von anderen 
Ländern geschieht etwas.  Bei uns herrscht Totenstille, nur Hinz und Kunz bevölkert die Talk- 
shows und sondert ab und in den Provinzblättchen beschäftigt man sich lieber mit Superstar 
und Topmodel. 
Ist es nun ein Wunder, dass unvorstellbare Summen in den Bankenorkus geschmissen werden?  
Wohin verschwindet denn das ganze Geld? Wer sind denn die Leute, die als Berater und 
Fachleute das Handeln von Finanzen und Wirtschaft beeinflussen, leiten und bestimmen.  Sind 
das nicht dieselben, um deren Aktien, Einnahmen und Provisionen es geht?   Na also.  
Die schauen schon, dass ihr Schäfchen trocken bleibt. Und Frau Merkel als Oberhaupt übt 
sich in der Mentalität, die sie von ihrem Ziehvater nicht nur erlernt, sondern kopiert hat, dem 
Aussitzen aller Probleme und dem Absondern stereotyper Sprüche
. Das System wird nicht 
in Frage gestellt.
Was kann da anderes herauskommen als so unwirksame , wenn für die Wirtschaft nicht sogar 
schädliche Publikumsrenner wie die "Abwrack-prämie", die vordergründig wie ein Erfolg aussieht, 
weil die Autoindustrie ihre Ladenhüter los wird.  Die potentiellen Käufer von ökonomisch und 
ökologisch fortschrittlichen Modellen fallen als Käufer vorerst aus.
Übrigens, für Bildung wollte 
man doch auch was tun und für Integration und für Familien.  Und den Rentnern gibt man eine 
Garantie.  Geht ganz leicht, weil man das wie in der Vergangenheit leicht mit Mehrwertsteuer, 
neuen Abgaben und Steueranteil-Erhöhung kompensieren kann.  Also doch alles "Fast wie 
früher." Besser:  Alles wie früher.
Kursiv: Nicht veröffentlicht

Zug der Erinnerung

„Zug der Erinnerung“ 14. + 15. Mai auf Gleis 8 im Hbf. Würzburg

Gegen das Getöse der laufenden Motoren eines auf Gleis 10 abgestellten, leeren Zuges mussten 
die Musizierenden und der Chor der David Schuster-Schule sich ebenso durchsetzen, wie 
anschließend unser OB Georg Rosenthal. Angesichts dessen, was andernorts ablief, kann mir 
niemand weisma­chen, dass dieser Lärm ein Zufall war. Im Internet kann man nachlesen, was
andernorts ablief:
Die DB lehnt eine Spende für den Zug der Erinnerung ab. Sie verlangt Standgebühr von 45 € 
pro Stunde, stellt die Ausstellung auf Abstellgleise, behindert massiv durch technische 
Kontrollen durch bewaffnete Sicherheitskräfte, erlässt Redeverbot für die Mitarbeiter, untersagt 
Berichterstattung.
Wer zieht die Fäden bei der „Deutschen Bahn“ ? Wer sind diese Leute, die den „Zug der Erinne­
rung“ behindern ? Es ist doch ziemlich unwahrscheinlich, dass das deshalb geschieht, weil man 
persönliche Schuld nicht eingestehen will. Selbst Kriegsverbrecher haben sich zu ihrer Verant­
wortung bekannt. Die Deutsche Reichsbahn hat gut verdient mit ihren Transporten in die Vernich­
tungs­lager. Selbst das Wegschauen hat uns, die „kleinen Laute“, in die Verantwortung genommen.
Wie viel schwerer hätten eigentlich die zu tragen, die sich an dem Unglück von Millionen von 
Menschen, von Familien mit Kindern bereichert haben. Und deren Rechtsnachfolger stehlen sich 
nicht nur aus der Verantwortung, sondern behindern auch noch rigoros das Gedenken an ihre 
Opfer. Ich sage ausdrücklich ihre Opfer, denn ohne ihre Mithilfe wäre das nicht geschehen.  
Jeder Würzburger, der sich ein Ticket bei der Deutschen Bahn kauft, sollte immer daran denken, 
dass dort draußen, an der Rampe der Aumühle die Fracht nach Auschwitz, Sobibor,
Izbica, und Rige verladen wurde. Das waren unsere Mitbürger, sie waren unschuldig und ein 
großer Teil davon waren Kinder. Man muss sich das nur vorstellen, auch ganz kleine unschuldige 
Kinder, die noch nicht einmal sprechen konnten. Wer denkt da nicht an seine eigenen Kinder und 
Enkel. Und stellt dagegen die eiskalten Rechner, die das Signum „Deutsche“ Bahn in den Dreck 
ziehen.
Was mich zum Nachdenken reizt : Es gibt offenbar niemand in Bundes- und Landesregierungen 
der sich da in irgend einer Weise positiv engagiert. Also gut, ihr müsst ja eure Banken retten.
Den neuen Bahnchef Rüdiger Grube aber, der offenbar bereit ist, den Stall auszumisten, möchte 
ich sehr herzlich bitten, auch auf diesem Gebiete endlich das Notwendige zu tun.