Helmut Försch - mail: helmut.foersch@gmx.de - 0931-284507

Für den Frieden

Vor dem Dom in Würzburg haben sich Würzburger Frauen und Männer zusamengefunden, um gegen die immer grasser sich ausweitende Erhöhung des Wehretats zu protestieren.

Helmut Försch sagte dabei:
Wenn es um den Wehretat geht, sprechen wir von Kriegsvorbereitung. Viele unserer Schiftsteller haben dazu Stellung genommen.ich zitiere Kurt Tucholski, der sagte: Ich wünsche jedem meiner Leser eine Frau, die ein tapferes Herz hat und ihre Heimat liebt und ihre Kinder großziehen will - zu einem anderen Schicksal, als dekoriert in einem Ackergraben zu verrecken.".

Vor 75 Jahren wurde unser Würzburg zerstört. Wir blicken zurück::
Der deutsche Kaiser hat den 1. Weltkrieg 1914-1918 mitverschuldet. Hitler brach den 2. Weltkrieg vorsätzlich vom Zaun. Fast 100 Millionen Menschen mussten sterben, ganze Länder waren verwüstet, Die Menschen glaubten ihren Regierungen, auf allen Seiten. Ich habe es miterlebt. Wir wurden belogen und betrogen. Heute will man uns weismachnen, dass wir bedroht werden. Wir werden betrogen wie damals.
Würden die Billionen, die für diese hirnverbrannte Rüstunsproduktion und die die menschenfeindliche  Kriegsvorbereitung  und Söldnerheere ausgegeben werden, für den Frieden und Verständigung ausgegeben, alle Probleme dieser Welt könnten gelöst und zugleich Wohlstand für allen erreicht werden.
Die Generationen, die das nur vom Hörensagen, von sogenannten Kriegs- und Dokumentarfilmen und Romanen kennen, halten diese für wahr. Helden, hochdekoriert, werden nicht gefragt: wie viele hast Du umgebracht? Sie werden umjubelt von dnen, die keine Ahnung haben. Es gibt keine Möglichkeit, den Krieg, seine Grausamkeit, schon gar nicht die Bestialitäten der Konzentrationslager und das Leid, das über die Menschen kam zu zeigen.
Was wollen wir den Kindern und Jugendlichen sagen, zeigen, lehren, wenn Billionen jährlich ausgegeben werden für Kriegsgerät und Rüstung, wenn noch niemals so viele Waffen in Friedenszeiten in Deutschland hergestellt wurden wie heutzutage und diese Waffen in Kriegsgebiete  und an Kriegen beteiligte Nationen verkauft werden, wenn unsere Verbündeten Kriege anzetteln, KZ's einrichten, Folterung und Ermordungen vollbringen, wenn das Völkerrecht missachtet wird und unsere Regierung das billigt oder gar unterstützt, wie es immer wieder geschieht und sogar von deutschem Boden aus angegriffen wird. Was müssen wir ihnen sagen? Die Wahrheit müssen wir ihnen sagen, nicht einmal, immer wieder..
Kurt Tucholski sagte: "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein". Ja, auch ich sage nein. Ich höre nicht auf -nein - zu sagen, wenn alle Krieg spielen, wenn sie Kriege vorbereiten. Ich höre nicht auf NEIN zu sagen, wenn Unrecht verherrlicht wird, wenn Menschen unterdrückt, ausgegrenzt werden oder man sie verhungern, ertrinken oder erfrieren lässt und nichts dagegen tut.- wenn wieder Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit das Zusammenleben der Menschen vergiftet.
Ich höre nicht auf "Nein" zu sagen, wenn man materielle Dinge, Wohlstand, Geld, Macht und Gewalt setzt vor Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft und zuschaut, wie arme Menschen Flaschen sammeln, auf Parkbänken und Heizungsschächten schlafen, sich mit Zeitungen zudecken. Und das soll mein Vermächtnis, meine Biitte sein an die jungen Menschen, nicht nur an die, die heute schon für ihre Zukunft Freitags auf die Straße statt zur Schule gehn, es geht an alle, die noch nachdenken, mitfühlen und lieben können. Baut an einer friedlichen Welt ohne Hass und Neid, baut an einer Welt der Liebe und Freundschaft zu allen Menschen und zur Natur. Nur dafür, nur dafür lohnt es sich zu leben.

Wenn aber weiter gerüstet wird, wird es immer wieder Kriege geben. Früher war das Männersache. Heute stehen Flintenweiber auch an der Spitze und fordern Milliarden fürs Morden.
Und Kurt Tucholski wusste schon damals:

Das wäre kein Friede, Das wär Wahn. Der alte Tanz auf dem alten Vulkan.   

Du sollst nicht töten hat einer gesagt - und die Menschheit hörts und die Menschheit klagt.    Will das niemals anders werden? Krieg dem Kriege - und Friede auf Erden.                 

 

 „Solidarität mit den Umland-Bewohnern“ ,10.2.2021 –S. 23

 

 Armin Eirich aus Höchberg fragt: Solidarität oder blanker Egoismus der Würzburger Verkehrspolitik? Seine These, die Würzburger handelten egoistisch, versucht er mit Fakten zu untermauern. Dem ist zu entgegnen: seine Behauptung, viele Parkplätze seinen weggefallen. Es wurden aber mehr Parkplätze geschaffen und noch viel mehr sind geplant. Bei keinem Parkplatz der neu in Parkhäusern oder Tiefgaragen entstand, wurde dafür ein OberflächenParkplatz gestrichen, fällt ein Oberflächenplatz weg, wird gejammert. Die Parkpreise wurden aber nicht an die Preise des ÖPNV angepasst. Leider. Er schreibt: vor allem die Citybewohner profitieren von der erhöhten Lebensqualität. Ja, man sollte ihnen sogar so viel gönnen wie den Umlandbewohnern. Aber da ist es noch weit hin. Die Bewohner der Vororte sind auf die Angebote der Stadt angewiesen. Sie sollten auch die Lasten, die den Städtern entstehen mittragen. Bisher wird damit argumentiert, dass die Stadt finanziell davon lebt. Aber: Die Gesundheit der Bürger wird beeinträchtigt durch Abgase u. Wärme, Staub, Lärm, Enge und Gedränge. Dem sind viele Menschen entflohen, haben sich draußen angesiedelt. Das können nicht alle. Und dort draußen gibt es immer weniger von dem, was die Leute brauchen. Es ist ein Geben und Nehmen. Wer ist hier der Egoist? Damals, bei der Gemeindereform wurde nicht an die Zukunft gedacht. Eigentlich hatten die im Speckgürtel liegenden Gemeinden auch eingemeindet werden müssen. Dann wäre mit Sicherheit auch ein ordentlicher ÖPNV möglich gewesen. P+R aber wird nur angenommen mit hohem Takt, vor der Stadtgrenze, und StraBa-Anschluss. Blanker Egoismus? Der ÖPNV ist keine Alternative wird gesagt. Die Pläne gibt es seit 50 Jahren. Und jeder weiß, dass das nicht allein an der Stadt liegt. StraBa-Linien, z.B. nach Höchberg, wurden von dort abgelehnt, Trassen wurden freigehalten, andere durch Baumaßnahmen unterbunden. Die DB verhinderte möglichen P +R auf dem in ihrem Besitz brachliegenden Gelände. Bisher wurden alle Vorschläge, Zubringer-, Tangential- und Sammellinien zu einem Verbund mit DBNahverkehr zu entwickeln nicht aufgenommen. Großer Pächterwechsel und Leerstände haben nur wenig mit Parken, sondern mit Einkaufspreisen zu tun, natürlich auch mit Bequemlichkeit. Solidarität?

 

 „Einzelhandel und CSU kämpfen..“ 19.1.21 S. 21

 

Wieder geht ein Aufschrei durch Stadt und Landkreis. Die Slogans von 1972 hat man abgeschrieben: "Die Innenstadt stirbt aus, der Einzelhandel nagt am Hungertuch". Nichts davon ist eingetroffen. Aber eine zukunftsfähige Entwicklung mit P+R vor der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, ohne den es nicht geht, gab es nicht.  Die Parktickets sind mit kostenloser Nutzung der StraBa billig, der ÖPNV doppelt so teuer und nie angepasst. Seit 1972 sind viele neue Parkhäuser und Parkgelegenheiten neu geschaffen worden. Der ÖPNV ist attraktiver, leistungs­fähiger und bequemer geworden. Ein Parkleitsystem erleichtert das Auffinden des letzten Parkplatzes und deshalb reichen auch die erfassten Parkangebote. Aber die Land­kreis­bewohner sehen den Preisunterschied zwischen IV und ÖPNV, erst recht, wenn sie zu zweit das Fahrzeug nutzen. Wir haben uns Heidelberg und Freiburg angesehen. Dort läufts, bei uns stehts. Wenn 250.000 Bürger des Einzugsgebiets glauben, sie könnten mit ihrem Auto bis in den von ihnen bevorzugten Laden fahren, dann funktioniert das nicht, aber es erzeugt Stau, Abgase, Staub, Lärm, Ärger, Aggression. Diese einst so schöne Stadt ist es auch nach dem Wiederauf­bau wieder wert, sie so weit wie möglich autofrei zu machen. das ergäbe mehr Aufenthaltsqualität und längere Aufenthaltsdauer. Ohne die Fußgängerzone gäbe es so schöne Dinge wie die Alte Mainbrücke, die Flaniermeile, Markt und Juliuspromenade so nicht.  Und diese Stadt kann wieder zu einem Prunkstück werden, wenn mit dem Landkreis zusammen ein Sammelsystem mit Umsteigepunkten vor der Stadt organisiert wird. Die Zeiten haben sich geändert. Was haben die Gemeinden ringsum denn noch zu bieten an Kultur, Ein­kauf und Gastlichkeit. Würzburg bietet es. Wir haben Städte gesehen, wo die Menschen mit Gepäck in Rikschas abgeholt und zu den Haltestellen gefahren werden. Wie schön wäre es, wenn hier weitere StraBa-Linien es ermöglichen, dass die Busse draußen bleiben. Das ist alles in Würzburg möglich, man muss nur wollen, mit Optimismus rangehen und redlich planen. Alle profitieren davon - auch die Jammerlappen.

 

 „Kritik an Hau-Ruck-Aktionen bei Impfungen“, 5.1.2021, S. 7

 

Angesichts dieses heillosen Durcheinanders fragt man sich: ist das Unfähigkeit oder geplantes Chaos in dem das Land versinkt. Wird es einen Wettlauf der gefährdeten Bürger um die Impfung geben oder gar Unruhen? Seit April wusste die Öffentlichkeit, dass erst die Impfung die Gefahr bannen kann. Tagtäglich sind alle Medien zum Bersten gefüllt mit Infos, Vorschriften, Verboten, Meinungen und Perspektiven verschiedenster Art. Noch nie war deshalb die Unsicherheit so groß wie heute. Die Verantwortlichen in Sicherheit und Gesundheit wissen aber schon seit vielen Jahren, dass so etwas geschehen könnte. In realistischen Planspielen wurde das, zumindest seit den 90er Jahren global durchgespielt. Vor allem, wie man mit den Bürgern umzugehen hat und wie das mit den Verfassungen vereinbar ist. Und das hat man auch getan: Die Medien überfluten, war z.B. ein Gebot. Die offensichtliche Unfähigkeit, die Impfung in geordneten und fairen Bahnen abzuwickeln, lässt Schlimmes ahnen. Wir Bürger müssen auf der Hut sein und besonnen reagieren. Und alle Möglichkeiten suchen, unsere Gesundheit und Freiheit zu wahren.

 

 

 

 „Die Pandemie ist für rechtsextreme Netzwerke ein Geschenk…“ am 2.2.21 S.2 Was der Experte Laabs da sagt, ist eine logische Folge einer Entwicklung, die in den 50er Jahren konsequent inszeniert wurde. Die CSU vor allem, aber auch CDU und FDP haben jeden Millimeter links von der Mitte bekämpft wie die Pest, holten sich alle Experten mit dem Gesetz 131ins Boot. Alle Beamten, Richter und Experten der Nazizeit, die bis dahin nicht ins Fadenkreuz der Kriegsverbrechen geraten waren, bauten nun diesen Staat, seine Justiz und Polizei auf und später auch die Bundeswehr. Nicht alle waren Nazis. Aber sie hatten dort gelernt. Und wer das neue Spiel nicht mitmachte, hatte keine Chance. Entnazifizierung war lächerlich, Wiedergutmachung war eine Farce. Landser-Heftchen fielen über die Jugend her. Wer sich dagegen auflehnte, wer auf die Täter von damals hinwies, im Sumpf recherchierte, war schnell niedergemacht. Alle Naziverbrechen seit 1945 waren Einzeltäter, sagt man. Vor allem CDU/CSU waren da unbeirrbar, auch die SPD marschierte im Gleichschritt nach rechts. Das Ergebnis: Die AfD hockt in allen Parlamenten, in Bundeswehr und Polizei. Logisch.

 

 „Kritik an Hau-Ruck-Aktionen bei Impfungen“, 5.1.2021, S. 7

 

Angesichts dieses heillosen Durcheinanders fragt man sich: ist das Unfähigkeit oder geplantes Chaos in dem das Land versinkt. Wird es einen Wettlauf der gefährdeten Bürger um die Impfung geben oder gar Unruhen? Seit April wusste die Öffentlichkeit, dass erst die Impfung die Gefahr bannen kann. Tagtäglich sind alle Medien zum Bersten gefüllt mit Infos, Vorschriften, Verboten, Meinungen und Perspektiven verschiedenster Art. Noch nie war deshalb die Unsicherheit so groß wie heute. Die Verantwortlichen in Sicherheit und Gesundheit wissen aber schon seit vielen Jahren, dass so etwas geschehen könnte. In realistischen Planspielen wurde das, zumindest seit den 90er Jahren global durchgespielt. Vor allem, wie man mit den Bürgern umzugehen hat und wie das mit den Verfassungen vereinbar ist. Und das hat man auch getan: Die Medien überfluten, war z.B. ein Gebot. Die offensichtliche Unfähigkeit, die Impfung in geordneten und fairen Bahnen abzuwickeln, lässt Schlimmes ahnen. Wir Bürger müssen auf der Hut sein und besonnen reagieren. Und alle Möglichkeiten suchen, unsere Gesundheit und Freiheit zu wahren.

 

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Belegtes Brötchen – schwer verdaulich. MP-VB –19.Juli 09 - S.11

Belegtes Brötchen – schwer verdaulich. MP-VB –19.Juli 09 - S.11 
und: Der Schattenmann – MP-VB S. 17

Edeka machts möglich – zusammen mit den Abfindungen bei der Nordbank und den 100 Millio-
nen Abfindung für W.Wiedeking so ein wichtiges, richtiges und bezeichnendes Bild vom Zustand 
unserer Gesellschaft zu zeichnen. Allen Beteuerungen und Versprechen zum Trotz geht alles 
weiter wie bisher. Aber wenn einer, Schwächeanfall hin oder einfach nur Hunger her, sich ein 
Brötchen richtet und das später bezahlen will, dann ist es ein Willkürakt ohne Beispiel, ihn 
deswegen so brutal und nachhaltig zu bestrafen. Wenn Angestellte im Einzelhandel nur selten 
nach Schluss der Arbeitszeit pünktlich ihren Platz verlassen können, dann kommt niemand 
gelaufen und zwingt sie dazu, für die Minuten –oder Stunden – die sich im Laufe der Zeit 
summieren, eine Prämie entgegen zu nehmen. Das wird einfach von ihnen erwartet. Von den 
kleinen Leuten wird eben erwartet, dass sie Leistung bringen bis sie umfallen, dass sie sich nicht 
wehren, dass sie zu Kreuze kriechen, dass sie zuschauen wie sich die da oben die Taschen voll 
stopfen und wenn sie versagen oder Mist gebaut haben, noch mit Millionen zugeschüttet werden.
Und wir Bürger sollen bei denen einkaufen ? Ich nicht!

„Und geht’s doch noch gold.“ von Elisabeth Niejahr

„DIE ZEIT“, Nr. 22 S. 3 : „Und geht’s doch noch gold.“ von Elisabeth Niejahr

 

Elisabeth Niejahr bringt’s auf den Punkt. Und ihre Fragen treffen voll ins Schwarze. 
Uns Rentnern geht’s immer noch gold, wenn man zu denen gehört welche die Durchschnittsrente 
bekommen, auch wenn unsere Kaufkraft seit der Wende halbiert wurde. Aber es gibt auch die, 
die drunter liegen und es gibt vor allem unsere Kinder und Enkel, auf deren Kosten aber 
nicht wir
leben. Wir haben unseren Generationenvertrag erfüllt und viel darüber hinaus.
Es gibt eine ganze Kaste, die auf unserer und der künftigen Generationen Arbeit und Verdienst 
lebt wie die Made im Speck und Vermögen angehäuft hat, das nicht mehr moralisch/menschlich 
legitimiert werden kann. Mögen sie sich im Golde suhlen. Sie kümmerten mich einen Dreck, 
wenn ich mich nicht um meine Kinder und Enkel sorgte, denen diese Clique die Zukunft versaut, 
von der jeder vernünftige Mensch weiß, wie man sie und die Probleme in den Griff bekommen 
kann. Wir Alten wissen, was wir von solchen dummen Sprüchen wie diesem Rentengesetz halten 
müssen, das den Rentenbetrug schon paraphiert. Wir wissen, dass wir ausgenutzt und benutzt 
wurden. Wir mussten nach 1945 den Stall ausmisten, unsere paar Kröten gingen den Bach 
hinunter, wir haben aufgebaut, wir haben die Wie­dervereini­gung nicht nur gewollt, sondern 
auch bezahlt und jetzt schwimmt auf der „Wester­welle“ dahin, was einst unser Stolz war: unser 
Staat, der die Solidarität, die soziale Marktwirtschaft, die Humanität und die Gerechtigkeit 
verkörpern sollte. Ich pfeife auf eure Rentenerhöhungen, die daherkommen wie Almosen und 
propagiert werden wie Wohltaten, die dann auch noch als Argu­mente herhalten sollen, dass wir
schuld sind an der Misere. Ausgerechnet die, die sich den Kragen vollgestopft haben, wollen uns
einreden, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Aber das hängt ihr uns nicht an, ihr Merkel, 
Müntefering &Co, das habt ihr uns eingebrockt und wir löffeln’s halt aus., weil wir zu alt sind zur 
Rebellion und gegen diesen Brutalkapitalismus nicht mehr kämpfen können. Oder doch??

"Fast wie früher" ?   "Es ist wie früher" zu:  Die Zeit.Nr.20- 7.5.09 S.21 :
abgedruckt in "Die Zeit"   Nr. 22  S.44   am 20.5.09

Uwe Jean Heuser schreibt  "Fast wie früher" über Ackermann  & Co. Und er listet auch auf, was
alles aus den schönen Beteuerungen und Vorsätzen geworden ist. Na gut. Und er weiß auch, was 
alles getan oder unterlassen werden sollte und hat den schwindelerregenden Mut, so etwas wie 
Hoffnung zu verbreiten, dass sich was ändern würde.

Ich sage: Es wird nichts reguliert  Die Hasardeure sitzen alle schon wieder im Sattel.  Die Sprit- 
preise sind schon wieder hochspekuliert.  Banker und Investoren arbeiten weiter mit minimalen 
Eigenkapital und erwirtschaften hohe Renditen.  Der Kreditnehmer wird wegen der hohen 
Besteuerung des Eigenkapitals gezwungen, seine Gewinne z.B. auf den unzähligen Filialen der 
Deutschen Bank in Luxemburg,  Mauritius oder Lichtenstein etc zu parken, wenn er der 
Besteuerung entgehen will und das ist schließlich ja legal.  Selbst so einfach zu ändernde und 
sehr effektive Vorgaben für die Finanzwirtschaft wie es eine Veränderung der Besteuerung von 
Eigen- und Fremdkapital darstellt, wird nicht einmal diskutiert.  In einer Reihe von anderen 
Ländern geschieht etwas.  Bei uns herrscht Totenstille, nur Hinz und Kunz bevölkert die Talk- 
shows und sondert ab und in den Provinzblättchen beschäftigt man sich lieber mit Superstar 
und Topmodel. 
Ist es nun ein Wunder, dass unvorstellbare Summen in den Bankenorkus geschmissen werden?  
Wohin verschwindet denn das ganze Geld? Wer sind denn die Leute, die als Berater und 
Fachleute das Handeln von Finanzen und Wirtschaft beeinflussen, leiten und bestimmen.  Sind 
das nicht dieselben, um deren Aktien, Einnahmen und Provisionen es geht?   Na also.  
Die schauen schon, dass ihr Schäfchen trocken bleibt. Und Frau Merkel als Oberhaupt übt 
sich in der Mentalität, die sie von ihrem Ziehvater nicht nur erlernt, sondern kopiert hat, dem 
Aussitzen aller Probleme und dem Absondern stereotyper Sprüche
. Das System wird nicht 
in Frage gestellt.
Was kann da anderes herauskommen als so unwirksame , wenn für die Wirtschaft nicht sogar 
schädliche Publikumsrenner wie die "Abwrack-prämie", die vordergründig wie ein Erfolg aussieht, 
weil die Autoindustrie ihre Ladenhüter los wird.  Die potentiellen Käufer von ökonomisch und 
ökologisch fortschrittlichen Modellen fallen als Käufer vorerst aus.
Übrigens, für Bildung wollte 
man doch auch was tun und für Integration und für Familien.  Und den Rentnern gibt man eine 
Garantie.  Geht ganz leicht, weil man das wie in der Vergangenheit leicht mit Mehrwertsteuer, 
neuen Abgaben und Steueranteil-Erhöhung kompensieren kann.  Also doch alles "Fast wie 
früher." Besser:  Alles wie früher.
Kursiv: Nicht veröffentlicht

Zug der Erinnerung

„Zug der Erinnerung“ 14. + 15. Mai auf Gleis 8 im Hbf. Würzburg

Gegen das Getöse der laufenden Motoren eines auf Gleis 10 abgestellten, leeren Zuges mussten 
die Musizierenden und der Chor der David Schuster-Schule sich ebenso durchsetzen, wie 
anschließend unser OB Georg Rosenthal. Angesichts dessen, was andernorts ablief, kann mir 
niemand weisma­chen, dass dieser Lärm ein Zufall war. Im Internet kann man nachlesen, was
andernorts ablief:
Die DB lehnt eine Spende für den Zug der Erinnerung ab. Sie verlangt Standgebühr von 45 € 
pro Stunde, stellt die Ausstellung auf Abstellgleise, behindert massiv durch technische 
Kontrollen durch bewaffnete Sicherheitskräfte, erlässt Redeverbot für die Mitarbeiter, untersagt 
Berichterstattung.
Wer zieht die Fäden bei der „Deutschen Bahn“ ? Wer sind diese Leute, die den „Zug der Erinne­
rung“ behindern ? Es ist doch ziemlich unwahrscheinlich, dass das deshalb geschieht, weil man 
persönliche Schuld nicht eingestehen will. Selbst Kriegsverbrecher haben sich zu ihrer Verant­
wortung bekannt. Die Deutsche Reichsbahn hat gut verdient mit ihren Transporten in die Vernich­
tungs­lager. Selbst das Wegschauen hat uns, die „kleinen Laute“, in die Verantwortung genommen.
Wie viel schwerer hätten eigentlich die zu tragen, die sich an dem Unglück von Millionen von 
Menschen, von Familien mit Kindern bereichert haben. Und deren Rechtsnachfolger stehlen sich 
nicht nur aus der Verantwortung, sondern behindern auch noch rigoros das Gedenken an ihre 
Opfer. Ich sage ausdrücklich ihre Opfer, denn ohne ihre Mithilfe wäre das nicht geschehen.  
Jeder Würzburger, der sich ein Ticket bei der Deutschen Bahn kauft, sollte immer daran denken, 
dass dort draußen, an der Rampe der Aumühle die Fracht nach Auschwitz, Sobibor,
Izbica, und Rige verladen wurde. Das waren unsere Mitbürger, sie waren unschuldig und ein 
großer Teil davon waren Kinder. Man muss sich das nur vorstellen, auch ganz kleine unschuldige 
Kinder, die noch nicht einmal sprechen konnten. Wer denkt da nicht an seine eigenen Kinder und 
Enkel. Und stellt dagegen die eiskalten Rechner, die das Signum „Deutsche“ Bahn in den Dreck 
ziehen.
Was mich zum Nachdenken reizt : Es gibt offenbar niemand in Bundes- und Landesregierungen 
der sich da in irgend einer Weise positiv engagiert. Also gut, ihr müsst ja eure Banken retten.
Den neuen Bahnchef Rüdiger Grube aber, der offenbar bereit ist, den Stall auszumisten, möchte 
ich sehr herzlich bitten, auch auf diesem Gebiete endlich das Notwendige zu tun.